Pinguins zu Stark für dezimierte Eisbären

Die Fishtown Pinguins Bremerhaven gewinnen völlig verdient mit 5:1 gegen den amtierenden Deutschen Meister aus Berlin. Die Eisbären müssen viele Ausfälle verkraften und treten nur mit drei Offensiv- und drei Defensivreihen an. Bremerhaven hält die Berliner klug vom Tor weg und spielt sich selbst immer wieder gute Chancen heraus.

Inhalt

Spielbericht

Datum: Sonntage, 21.09.2025
Uhrzeit: 14:00 Uhr
Ort: Eisarena Bremerhaven
Zuschauerzahl: 4.647 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Alexander Friesen (10.) | 2:0 Christian Wejse (15./ PP) | 3:0 Phillip Bruggisser (31./ PP) | 4:0 Alexander Friesen (42.) | 5:0 Nicolas Krämmer (47.) | 5:1 Liam Kirk (56./ PP)

Erstes Drittel

Die Eisbären gehen mit großen Verletzungssorgen und nur drei Angriffsreihen in das Spiel. Noebels, Ronning und Byron verletzungsbedingt nicht dabei. Veilleux gesperrt. Man fragt sich da schon, ob das gut gehen kann. Aber was wäre die Alternative? Jungs von den Eisbären Juniors hochziehen? Für dieses Spiel jedenfalls noch nicht.

Bremerhaven hat die ersten Abschlüsse im Spiel die aber zumeist aus der Distanz abgegeben werden. Nach 5 Minuten hat dann Pföderl eine gute Chance, aber Gudlevskis mit guter Parade. In der 7. Minute gibt es eine Strafzeit für Norwin Panocha. Die Fishtown Pinguins erzielen einige Abschlüsse aus der Distanz, bleiben aber weiterhin Torlos.

In der 10. Minute fällt das 1:0 für Bremerhaven. Roßmy zieht viel zu leicht durch die Berliner Verteidigungszone und kommt aus spitzem Winkel zum Schuss. Hildebrand kann den Schuss zwar noch parieren, aber nicht festhalten. Friesen drückt den Nachschuss dann über die Linie. Zum dritten Mal in Folge geraten die Eisbären in Rückstand. Und wieder rennen sie hinterher.

Die Eisbären wehren sich und versuchen zu Chancen zu kommen. Anders als sonst ziehen sie auch mal aus spitzem Winkel ab und müssen die Scheibe nicht in jeder Situation ins Tor hineinkombinieren. Sie arbeiten Hockey. Das Powerplay für eine Friesen-Strafzeit aus der 12.Minute bleibt zwar ohne Tor, ist aber geprägt von druckvollem Zusammenspiel und vielen Abschlüssen. Gerade Liam Kirk wird gesucht und kommt zu Abschlüssen.

Bremerhaven kommt dann in Überzahl in der 15. Minute zum 2:0 durch Wejse. Ein perfekter One-Timer satter Schuss, superplatziert. Herausragendes Tor.

Insgesamt macht Bremerhaven es richtig gut gegen den Meister. Sie lassen die Eisbären laufen und halten sie die meiste Zeit auf Distanz. Selbst kommen sie häufig aus der Distanz zum Abschluss und führen hier verdient 2:0.

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Zweites Drittel

Wild kommen die Eisbären aus der Pause. Bergmann ist motiviert und spielt die ganze Bremerhavener-Abwehr schwindelig. Aber außer Einzelaktionen kommt bei den Eisbären eigentlich nicht viel rum.

Geibel muss in der 30. Minute für ein Beinstellen auf die Strafbank. Die kann man geben. 30 Sekunden später bekommt Jonas Müller noch eine Strafe für Crosschecking und da macht dann Christian Wejse mehr draus, als drin steckt. Im 5-gegen-3-Powerplay spielen sich die Bremerhavener die Eisbären zurecht, bis sie den richtigen Moment für den Abschluss gekommen sehen. Bruggisser mit einem herausragenden One-Timer. Da passt nicht viel zwischen Hildebrands Schulter und das Torgestänge und doch ist die Scheibe im Netz. In der 31. Minute steht es damit 3:0 für die Hausherren.

Es ist das 6. Powerplay-Gegentor der Eisbären im dritten Spiel in Folge. Und auch zum dritten Mal in Folge rennen die Hauptstädter einem 3:0-Rückstand hinterher.

In zweiten Durchgang gibt es dann noch drei Superchancen für die Fishtown Pinguins: In der 35. Minute geht die Scheibe übers Tor, in der 36. Minute knapp daneben und in der 39. Minute kommt Nino Kinder im 1-auf-0 nicht an Hildebrand vorbei, der lange stehen bleibt. In der 40. Minute hat Tiffels nochmal die Chance, aber auf engstem Raum geht die Scheibe knapp neben das Tor

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Drittes Drittel

Bremerhaven ist eine Nummer zu Groß für dezimierte Berliner. Es steht schnell 5:0 für die Fishtown Pinguins (42. Minute Friesen und 47. Minute Krämmer) und das Tor für Berlin will nicht fallen. Es ist wie verhext: Auch beste Chancen gehen nicht rein.

Auf der anderen Seite bleiben die Pinguins immer gefährlich. Panocha kann einen Annahmefehler nur mit einem Faul ausbügeln: Görtz hatte die Scheibe vors Eisbärentor getragen, aber nicht getroffen. Den fälligen Penalty nimmt Görtz selbst, aber Hildebrand hält.

Kurz vorm Ehrentreffer kann man sehen, warum die Fishtown Pinguins heute besser sind. In einer Unterzahlsituation kommt schieben sich die Eisbären die Scheibe solange zu, bis sie sich die Abwehr zurechtgestellt haben und dann ist Kirk frei, aber irgendwie ist noch ein Schläger da und stichelt die Scheibe weg. Eine halbe Minute später, immer noch in der 56. Minute, kann Kirk dann aber einen One-Timer versenken.

Am Ende steht es 5:1 für Bremerhaven und für Berlin geht ein gebrauchtes Wochenende zu Ende.

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Fazit

Die Fishtown Pinguins Bremerhaven haben heute wenig Mühe mit einem amtierenden Meister, der mehr mit sich selbst beschäftigt zu sein scheint, als mit dem Gegner. Sie halten die Berliner clever vom eigenen Tor weg und sind zunächst vor allem mit Distanzschüssen gefährlich, erarbeiten sich aber auch spielerisch Chancen.

Die Eisbären Berlin treten stark dezimiert in Bremerhaven an und das merkt man phasenweise. Es gibt einige Unkonzentriertheiten im Spiel, ob das Panocha ist, dem die Scheibe in der blauen Linie unter der Kelle durchrutscht oder ob das Jonas Müller ist, dem die Scheibe verspringt oder ob das andere sind, deren Rückhandzuspiele zu kurz geraten. Die Eisbären können heute die Ausfälle nicht ausgleichen.

Es fehlen auch die Kreativspieler. Liam Kirk ist sehr bemüht und vielleicht der größte Aktivposten im Spiel, aber an der blauen Linie muss Jonas Müller die Scheibenverteilung fast alleine übernehmen. Da fehlt etwas Unterstützung.

Drei Spiele in Folge jeweils mit 3:0 in Rückstand zu geraten und in diesen drei Spielen 6-Powerplay-Gegentore zu kassieren spricht für sich. Heißt das jetzt, dass die Defensive zu schwach ist?

Das Kai Wissmann den Eisbären sowohl defensiv als auch offensiv fehlt dürfte kein Geheimnis sein, aber der der Kader sollte das eigentlich wegstecken können. Vier Stammspieler innerhalb von zwei Tagen zu ersetzen dürfte jede Eishockey-Organisation auf diesem Planeten vor unlösbare Aufgaben stellen.

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Ausblick

Für Bremerhaven geht es am Freitag nach Iserlohn zu den Roosters und am Sonntag empfängt man den ERC Ingolstadt. Bei den Eisbären gastieren am Freitag die Straubing Tigers und am Sonntag die Wild Wings aus Schwenningen.

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