7. Spieltag: Die Eisbären können also doch noch gewinnen. In einem Spiel, das sie über lange Phasen dominieren, geraten die Berliner nach 2:0-Führung kurz vor Ende der Partie in Rückstand. Mit einem last Minute Tor erzwingen sie die Overtime und brauchen 6 Sekunden um sich den Zusatzpunkt zu sichern.
Inhalt
Spielbericht
Datum: Freitag, 03.10.2025
Uhrzeit: 14:00 Uhr
Ort: Curt-Frenzel-Stadion, Augsburg
Zuschauerzahl: 6.179 (ausverkauft)
Am Tag der Deutschen Einheit stehen sich die Augsburger Panther und die Eisbären Berlin gegenüber. Ein kleines West-Ost-Duell. Oberflächlich sind die Berliner von Anfang an dominant und haben mehr vom Spiel, aber die wirklich herausragenden Chancen erspielen sich die Panther. Etwa in der 18. Minute, als Hildebrand eine Doppelchance entschärfen muss.
Das 1:0 für die Eisbären fällt nach einen Tempogegenstoß, ebenfalls in der 18. Minute. Wiederer hatte die Scheibe erobert und in die Offensivzone getragen. Mit dem Abspiel auf Kirk nimmt er aber eigentlich den ganzen Schwung raus. Denkste! Die Augsburger sind in Formation, aber Kirk sieht Mik und gegen den One-Timer von Eric Mik haben die Augsburger keine Chance.
Neuzugang Khodorenko eröffnet das zweite Drittel mit seinem ersten Tor für die Eisbären. Einen herausragenden Scheibengewinn (Ronning stichelt und bekommt verdient einen Assist gutgeschrieben) nimmt Khodorenko auf und fährt in die O-Zone. Die Augsburger sind in Unordnung. Der Neuzugang visiert die kurze Ecke an und trifft zum 0:2. Goalie Garteig sieht nicht komplett chancenlos aus.
Nach dem zweiten Berliner Tor des Abends wird Augsburg stärker. Es dauert aber bis zur 33. Minute bis Cody Kunyk Adam Smith (geht früh zu Boden) austanzt und dann mit einem gute platzierten Schuss Jake Hildebrand keine Chance lässt.
Noch vor dem Ende des zweiten Spielabschnitts schafft Augsburg dann den Ausgleich. Konyk und D.J. Busdecker nutzen einen Fehler der Eisbären in der O-Zone zu einem Tempogegenstoß. Konyk könnte es selbst machen, spielt aber auf Busdecker und der haut das Ding an Hildebrand vorbei ins Tor.
Die Eisbären sind auch im letzten Abschnitt das bessere Team. Aber das 2:2 hat Bestand bis zur 54. Minute. Geibel musste wegen Spielverzögerung auf die Strafbank. Im Powerplay verteidigen die Eisbären gut, aber nicht gut genug. Grenier spielt einen maßgeschneiderten Pass auf Elias, der die Scheibe erst im zweiten Versuch kontrollieren kann. Aber das bringt ihm auch die Sekunden die er braucht, um den herangestürmten Hildebrand hoch zu überwinden. 3:2 – Augsburg dreht die Partie.
Garteig darf sich in den letzten Minuten dann noch auszeichnen, als er eine Chance von Vikingstad noch irgendwie mit der Kufe an den Pfosten lenken kann.
Die Eisbären spielen ab der 58. Minute (2:20 vor Schluss) ohne Goalie und das wird belohnt: Es dauert einen Moment, bis die Eisbären in die Formation finden, aber dann spielt Khodorenko Weltklasse auf Tiffels der am langen Pfosten nur noch einnicken braucht. Die Eisbären erzwingen die Overtime in der 59. Minute.
Die Overtime dauert genau 6 Sekunden. Wie so oft in diesem Spiel, gewinnt Leo Pföderl das Bully. Er schickt Tiffels auf die Reise und der schießt einfach mal direkt sein zweites Saisontor. Die Eisbären sichern sich den Zusatzpunkt und können mal wieder ein Spiel gewinnen.
Tore: 0:1 Eric Mik (18.) | 0:2 Patrick Khodorenko (21.) | 1:2 Cody Kunyk (33.) | 2:2 Donald D.J. Busdecker (40.) | 3:2 Florian Elias (54./ PP) | 3:3 Freddy Tiffels (59./ EA) | 3:4 Freddy Tiffels (61.)
Fazit
Ein ziemlich typisches DEL-Spiel, dass wir verfolgen durften. Berlin mit Mörder-Statistiken (58:31 Torschüsse, 53:25 gewonnene Bullies) aber ohne die nötige Effizienz. Zu oft passieren den Berlinern Fehler, die zu Gegenstößen führen. Die Defensive ist aktuell ihr größtes Problem.
Augsburg findet im ersten Drittel überhaupt nicht in seine Rolle. Klar haben sie Chancen, aber sie rennen die meiste Zeit nur hinter den Berlinern hinterher. Eine Berlinermannschaft mit etwas mehr Selbstvertrauen hätte hier wohl frühzeitig die Weichen für einen Erfolg gestellt. So dürfen sich die Panther aber über ihre Leistungssteigerung im zweiten Drittel freuen.
Die letzten Spiele dürften gezeigt haben, wie man diese Eisbären schlagen kann: So kompakt in der eigenen D-Zone verdichten und auf Scheibengewinn und Tempogegenstöße drängen. Das haben die Wild Wings wohl am Besten gezeigt. Aber auch Straubing und Augsburg kommen auf diese Weise zumindest zu Punktgewinnen.
Ausblick
Die Augsburger Panther müssen am Sonntag um 19:00 Uhr ins nächste Kellerduell gegen die Eislöwen aus Dresden und die Eisbären empfangen ebenfalls am Sonntag den ERC Ingolstadt.


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