DEL: Eisbären gewinnen in Frankfurt

9.Spieltag der Penny DEL: Meister gegen Favoritenschreck. Die Eisbären mit nur drei Angriffsreihen zu Gast in Frankfurt. Frankfurt nach den letzten Siegen im Aufwind.

Ausgangssituation

Die Löwen Frankfurt haben sich zuletzt mit Siegen in Mannheim, Iserlohn und gegen die Haie Zuhause befreien können, nachdem der Saisonstart mit fünf Niederlagen gründlich daneben gegangen ist.

Bei den Eisbären wird die Verletztenliste immer länger. Zuletzt hatte sich auch Patrick Khodorenko verletzt, der eigentlich als Verstärkung zum Team stoßen sollte. Mit nur drei Angriffsreihen und Freddy Tiffels in der Abwehr wollen sie es heute also richten.

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Spielbericht

Der erste Durchgang sieht starke Berliner aber nur wenige Abschlüsse. Vier Powerplays, drei der Löwen und eines der Eisbären, bleiben ungenutzt. Im zweiten Durchgang ist vor allem eine Doppelchance der Berliner in Erinnerung, als in der 32. Minute zuerst Kirk und dann Pföderl die Chancen in Unterzahl haben. Es gibt erneut vier Powerplay, drei der Eisbären und eines der Löwen. Aber auch dieses Mal bleiben sie ungenutzt.

Man hakt an der stelle das zweite Drittel schon ab, aber Vikingstad hat andere Pläne. Ein Schuss von Eder kann von Brenner nur abprallen lassen. Die Scheibe landet vor den Füßen von Tiffels. Der ist noch damit beschäftigt seine Gliedmaßen zu sortieren, da hat Vikingstad hinter ihm stehend von den Puck über die Linie gestochen. 1:0 für Berlin in der 40. Minute.

Die Berliner erhöhen in der 43. Minute auf 2:0: Pföderl tippt einen Schuss von Kirk ins Tor. Alles scheint für die Berliner zu laufen, aber Timo Kose hat heute einen besonderen Tag. In der 46. Minute erzielt er den Anschlusstreffer auf Zuarbeit von Fröberg, der die Scheibe hinterm Berliner Tor sichert und dann das Auge für den Youngster hat.

Frankfurt wird durch das Tor wachgeküsst und drängt auf den Ausgleich. Es bedarf einer doppelten Überzahl: Erst geht Ronning für ein eindeutiges Beinstellen auf die Bank (50:33). Er ärgert sich wohl weniger über die Refs, als mehr über sich selbst. Ärgern tut sich auch Jonas Müller der 70 Sekunden später (51:43) eine Strafe für Boarding erhält. Die Strafe ist unstrittig, auch wenn es eher ein Cross-Checking war. Wedman macht allerdings mehr aus der Situation, als eigentlich drin steckt.

Diese zweifache Unterzahl bricht den Eisbären das Genick: Die Löwen kommen zuerst nicht in Schussposition. Erst als die Strafe von Ronning ausläuft (Sekundengenau!) trifft Joyaux zum Ausgleich. Zu diesem Zeitpunkt verdient!

Die Overtime beginnt mit dem besseren Start für die Löwen. Auch weil sie noch einige Sekunden an Überzahl mitnehmen. Die Geschichte dreht sich dann für ein paar Momente, bis Eder für ein Halten in höchster Not eine Strafe zieht. Brace muss 48 Sekunden später auch auf die Strafbank und von da an stürmen nur die Berliner. Mit genug Chancen um drei Spiele zu gewinnen scheitern sie ein ums andere mal an Cody Brenner, der heute einen absoluten Sahnetag erwischt hat.

Ein Shootout ist für mich eigentlich immer eine traurige Sache. Ich habe noch nicht viele verfolgen müssen, aber in der Regel halten die Goalies alles und das was die Goalies nicht halten, landet am Pfosten. Dieses Mal ist es anders. Fünf verwandelte Penalties sprechen für sich. Sehenswert waren sie alle. Hervorzuheben ist der von Kose – absolut coole Sau. Täuscht an und lässt die Scheibe dann durch Hildebrands fife-hole schlüpfen. Yannik Veilleux hätte ihn dafür hart weggecheckt – der ist aber glücklicherweise erst am Sonntag wieder im Kader.

Chapo an Timo Kose!

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Fazit

Die Eisbären mit dem glücklicheren Ende für sich. Frankfurt scheitert ein ums andere Mal an Hildebrand und Berlin an Brenner. Beide Goalies sind zu recht Player of the Match.

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Highlights & Gamecenter

Zuschauer: 6.154
Tore: 0:1 Vikingstad (39:14) | 0:2 Pföderl (42:42) | 1:2 T. Kose (45:08) | 2:2 Joyaux (52:35/ PP)
Shootout: 1) Brace (FRA) nicht verwandelt | 2) Ronning (EBB) verwandelt | 3) T. Kose (FRA) verwandelt | 4) Pföderl (EBB) verwandelt | 5) Pfaffengut (FRA) verwandelt | 6) Kirk (EBB) verwandelt
Strafen: 8:00 McKiernan (FRA/ Tripping) | 9:04 Kirk (EBB/ Slashing) | 11:39 Smith (EBB/ Hooking) | 22:44 Pasanen (FRA/ Slashing) | 29:55 Hördler (EBB/ Hooking) | 33:39 Bicker (FRA/ Delay of game) | 35:50 Pasanen (FRA/ Boarding) | 50:33 Ronning (EBB/ Tripping) | 51:43 Müller (EBB/ Boarding) | 53:19 Müller (EBB/ High-Sticking) | 53:19 F. Kose (FRA/ Roughing) | 62:06 Eder (EBB/ Holding) | 62:54 Brace (FRA/ Tripping)

Gamecenter

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