SV% 0.978 – Eriksson lässt Eisbären verzweifeln und Wild Wings Jubeln

6. Spieltag in der Penny DEL: Erneut sorgt ein Last-Minute-Treffer in der Uber-Arena für die Entscheidung. Die Schwenninger Wild Wings erarbeiten sich drei Punkte mit dem 2:1-Sieg, mit denen sie wohl selbst am wenigsten gerechnet haben. In einem Spiel, in dem die Eisbären klar überlegen sind, verlieren sie, obwohl sie mehr als doppelt so oft auf das Tor schießen und sich, anders als in den vorherigen Spielen, komplett von der Strafbank fernhalten. Goalie Joacim Eriksson ist der Garant des Auswärtssieges. Er hält 98% der Schüsse, die auf sein Tor kommen. Die vielen Nadelstichen, die die Wild Wings mit ihren Kontern setzen tun ihr übriges.

Inhalt

Spielbericht

Datum: Sonntag, 28.09.2025
Uhrzeit: 14:00 Uhr
Ort: Uber Arena, Berlin
Zuschauerzahl: 13.415

Am Ende werden sich die Eisbären fragen, warum sie dieses Spiel nicht gewonnen haben! 46 Schüsse haben die Hauptstädter auf’s Schwenninger Tor gebracht, aber 45 dieser Schüsse hat Joacim Eriksson abgewehrt. Unterm Strich ist das die ganze Geschichte.

Die Eisbären beginnen dominant und wollen direkt zeigen, wer Herr im eigenen Haus ist, aber Schwenningen, obwohl stark defensiv gefordert, setzt immer wieder Nadelstiche in Form von Kontern.

Trotz vieler hochkaratiger Torchancen, steht es lange 0:0. Das liegt an der Leistung von Joacim Eriksson und der eklatanten Abschlussschwäche der Eisbären. Eriksson ist linkshänder, entsprechend führt er, anders als ein Rechtshänder, den Schläger mit der linken Hand und trägt den Fanghandschuh in der rechten. Im Eishockey schießt man gerne auf die Stockhandseite, die sich meistens in der rechten Hand befindet. Das heißt gegen Eriksson mussten die Berliner ihr Schussprofil anpassen. Das ist nicht gelungen. Viele Schüsse landeten in seinem Fanghandschuh.

Aber letztlich schafft es Korbinian Geibel doch den Goalie zu überwinden. Es dauert aber bis zur 36. Minute bis die Eisbären endlich treffen. Irgendwie lag es in der Luft. Und doch wird es danach keineswegs leichter, Joacim Eriksson zu überwinden.

Im letzten Drittel sind es die Wild Wings die brutal einen Fehler der Eisbären in der Offensivzone bestrafen. Nachdem Bergmann die Scheibe in der 45. Minute weggestichelt worden war ging es ganz schnell: Scheibe geht zu Tyson Spink der zieht vors Tor, findet seinen Zwillingsbruder und es steht 1:1. Ein Schock in der Uber-Arena.

Danach drängt Berlin und lässt Chance um Chance ungenutzt. Beste Abschlüsse, egal ob hoch Stockseite, hoch Handschuhseite oder flach immer ist Eriksson zur Stelle oder die Schüsse gehen knapp neben das Gehäuse.

In der 60. Minute dann der Aufreger des Spiels: Schwenningen erobert die Scheibe und drängt nach vorne. Platzer führt die Scheibe, aber als die Scheibe die blaue Linie überquert, ist ein Schwenninger schon ein gutes Stück weiter.

Auf Magenta Sport wird es genausowenig erkannt, wie auf dem Eis. Und auch im Stadion hatten die wenigsten es gesehen: Abseits! Serge Aubin weißt im Interview nach dem Spiel darauf hin, als er die Niederlage seines Teams erklärt.

Warum wird also dieses Tor nicht reviewt? In den Videobildern erkennt man, dass weder der Referee noch der Linesman einen guten Blick auf die blaue Linie haben. Wenn sich die Beteiligten nicht sicher sind, dürfen sie doch den Videobeweis nutzen. Warum also nutzen die Herren in den gestreiften Trikots nicht die Möglichkeit, wenn sie doch ganz offensichtlich nicht so gestanden haben, dass sie eine Tatsachenentscheidung treffen konnten?

Was man in den Fernsehbildern nicht sieht ist, dass die Refs an diesem Abend ordentlich einstecken mussten. Einmal wurde einer von ihnen von einem Eisbären über den Haufen gefahren und einmal hat einer einen Puck an den Kopf bekommen. Das ist natürlich keine Begründung, aber einfach mal der Hinweis, dass es Schiris im Eishockey nicht leicht haben.

Und so braucht keiner die Legende zu spinnen, dass die Eisbären dieses Spiel verloren haben, weil die Schiris eine Abseitssituation nicht erkannt haben. Das ist zwar die Ursache, aber nicht der Ursprung. Der Ursprung der Niederlage liegt ganz klar in der Spielanlage der Wild Wings, die mit ihrem Konterspiel genau die zwei Tore erzielten die sie benötigten und gleichzeitig mit Joacim Eriksson einen Goalie mit überragenden Stats im Tor hatten. Die Eisbären haben 46 mal auf’s Tor geschossen und 45 mal nichts dafür bekommen.

nach oben

Fazit

Die Eisbären verlieren ihr viertes Spiel in Folge, wobei ich mich schwer tue, eine OT-Niederlage als Niederlage zu werten. Aber sei es drum. Sie verlieren verdient, weil sie ihre Chancen nicht nutzen.

Die Wild Wings bekommen für ihre Taktik einen unerwarteten Dreier auf ihr Punktekonto überwiesen. Zwei der drei Punkte gehören aber Joacim Eriksson.

Letztlich war es normales Eishockeyspiel, das mit den Schwenninger Wild Wings den, zugegeben etwas glücklicheren, Sieger gefunden hat.

nach oben

Ausblick

Für die Eisbären geht als nächstes nach Augsburg und die Wild Wings treten Zuhause gegen die Dresdner Eislöwen an.

nach oben

Highlights & Statistik

nach oben


Beitrag veröffentlicht

in

, , , , ,

von

Schlagwörter:

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert